Theoretischer- und praktischer Unterricht

Theoretischer- und praktischer Unterricht

Schon seit 2003 liegt den Pflegeausbildungen das Kompetenzkonzept als leitendes berufspädagogisches Konzept zugrunde.

Wichtigster Fakt dieses Konzeptes stellt die Frage dar: Welche HANDLUNGS-fähigkeiten müssen die Auszubildenden erwerben, um in diversen pflegeberuflichen Situationen professionell handeln zu können?

Ausgangspunkt aller Ausbildungsfragen sind somit die zukünftig zu beherrschenden Handlungen. Die Frage nach den zu lernenden Inhalten ist damit zweitrangig. Im Vordergrund steht immer das bewusste und gezielte TUN und die Frage, welche Fähigkeiten hierfür erforderlich sind. Wissen untermauert das Handeln in der entsprechenden pflegeberuflichen Situation. Wissen hat keinen „Selbstzweck“.

In einer kompetenzorientierten Ausbildung werden die Auszubildenden schrittweise an die Planung und Durchführung komplexer Pflegehandlungen herangeführt.

Das pflegeberufliche Handeln weist nur noch teilweise Verbindungen zum ärztlichen Handeln auf. Die Hauptherausforderung besteht für die theoretische Ausbildung darin, genau herauszuarbeiten, welche klassischen medizinischen Grundlagen wie Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre für das Handeln in einer Pflegesituation wirklich erforderlich sind. Die Organsystematik, die sich in der Medizin bewährt hat, u.a., weil dort nach einem Ursache-Wirkungsprinzip gehandelt wird, ist für das soziale und auch auf Phänomene bezogene Handeln in einer komplexen Pflegesituation nicht geeignet. Pflegende müssen unterschiedliche Zielgruppen im Blick haben und dort, wo kranke Menschen aus medizinischer Sicht austherapiert sind, beginnt für sie oftmals erst die eigentliche Pflegearbeit (vgl. Kühn-Hempe, 2020, Konzeptionelle Hintergründe).

Sie werden schrittweise an Ihre Aufgaben herangeführt!

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